16. Januar ’17 (vorzeitige) Abreise mit Zwischenstopps und Bericht über unsere Unterkunft

Airport

Wir sitzen im Miet-Wagen, unser Weg führt uns von der Ostküste Big Islands wieder zurück an die Westküste nach Kona.

Hier ein paar Impressionen. Vom tropischen Regenwald, den es hier in Pahoa gibt, sind wir über die wie Steppe aussehende Hochebene (so nenne ich das Areal jetzt mal) zur anderen Seite der Insel, die trocken ist und damit wieder ganz andere Vegetation bietet.

Vom Airport Kona geht es jetzt weiter nach Honolulu, wieder mit der Island Air (die Airline mit der Ananas am Tail) wo wir ein paar Stunden Aufenthalt haben werden.

Honolulu: Wir sind vom Airport mit dem Bus nach Waikiki gefahren und haben uns Mittag besorgt (“Panda Express”, nein da werden keine Panda serviert!), so ausgestattet konnten wir die verbleibene Zeit, an der Waikiki Beach verbringen. Vor 20 Jahren waren wir schon einmal hier und wir waren erschrocken, was doch in der vergangenen Zeit passiert ist. So touristisch hatten wir es nicht in Erinnerung. Wir lagen kurz an der Beach (viele, viele Menschen um uns rum). Im Wasser waren wir auch (wenn man schon mal hier ist) und mussten leider bald wieder los.

Später brachte uns eine Boeing 717 von Honolulu nach Kahului, das ist der Airport mit dem Kürzel OGG auf Maui, richtiges Inselhopping und der kürzeste Flug, den ich je erlebt habe.

In der Luft haben sie es sogar in den 22 Minuten geschafft uns einen Saft auszuteilen und die Becher wieder einzusammeln. Nach 14 Minuten sagte der Caiptain den Sinkflug und die damit beginnende Landung an:-)

Nun warten wir auf den Anschlussflug nach Seattle, WA und von dort wird es weiter gehen, der nächste Stopp ist dann San Jose, CA.


Das war Tag Nummer 1 unseres Trips nach Hause. Es geht weiter:

Wir erreichten den Airport San Jose, CA und werden hier einen mehrstündigen Aufenthalt haben, ehe es weitergeht, aber nich vom Airport San Jose, das wäre nun wirklich langweilig, nein unser Weiterflug wird heute abend ab Oakland gehen (OAK, San Francisco, aber auf der anderen Seite der Bay).

Am Flughafen haben wir uns einen Bus gesucht (Shuttle, Bus #10) und dieser brachte uns zum Santa Clara Transit Center. Wie der Name schon verrät gibt es hier Verkehrsmittel! Das muss erwähnt werden, da es echt selten in den USA ist, dass der Reisende die Möglichkeit hat einfach mit dem Öffentlichen Personennahverkehr von A nach B zu kommen. In Californien funktioniert das an vielen Orten erstaunlich gut. Der Der “CalTrain” fährt z.B. von Santa Clara nach San Francisco. Hierfür besorten wir uns Tickets und das Gute ist, sie habe eine Gültigkeitsdauer von 4 Stunden. Wir hatten damit die Möglichkeit unterwegs auszusteiegen und später einfach weiterzufahren. Wir machten Stopp in Redwood City. Viel haben wir nicht gesehen, dass war auchg gar nicht unsere Intention, wir wollte hier nur zu IHOP (Pancakes!). Das realisierten wir, raus aus dem Zug am Redwood City Stop, 20 Minuten Fußweg, Ankunft bei IHOP, leckerste Pancakes und andere Köstlichkeiten und zurück zur Train Station. Natürlich waren wir wieder die einzigen Fußgänger, aber das sind wir ja auch schon gewöhnt…

Nach dieser tollen Pause, zurück zum Bahnhof und weiter mit dem nächsten Zug. Endstation San Francisco Süd.

Vom CalTrain wechselten wir in den BART (ebenfalls ÖPNV), wir hatten etwas Fußweg zurückzulegen, was aber auf Reisen immer viel Wert ist. Ein kurzer Stopp bei Starbucks war auch noch drinne. Kurze Bemerkung am Rand, die obligatorische Starbucks-Tasse von SFO blieb hier, da das Gepäck voll war. Alle diese Trips mit spontanen oder auch geplanten Fußwegen, Änderungen von Plänen, etc. funktionieren nur mit Handgepäck. Also wirklich Minimal-Ausstattung.

Ein Besuch der Golden Gate Bridge war zeitlich leider nicht drinne, aber wir sahen auf dem Weg zum BART (das Nahverkehrssystem hier) wenigstens noch die Bay Bridge.

Unser Weiterflug startete vom Airport Oakland. Hier fliegt die Norwegian ab, das ist der erste transatlantische Billig-Anbieter oder No-Frills-Airline. Für den Flug Oakland (gleichzusetzen mit San Francisco) nach Berlin haben wir pro Ticket 179.-€ gelöhnt und dafür kann man schon mal auf Kissen, Decke und Assienttenfutter verzichten. Die Flugzeuge sind modern, der Service (es gibt Flugbegleiter) freundlich, nur Essen und auch ausreichend Wasser sollte man dabei haben. Eine B787, Dreamliner hat uns zurück nach Europa gebracht, Zwischenstopp in London Gatwick, etwas Aufenthalt und weiter nach Schönefeld mit der Norwegian.


Der gesamte Trip war nicht ohne und wir waren dann doch etwas gerädert, als wir wieder zu Hause waren.

Alles in Allem war diesmal der Wurm drinne. Schon die Anreise zeigte uns das, und noch einiges mehr, was wir erlebten…

Trotzdem möchte ich hier einfach mal, die Kosten aufführen, die wir für den Trip nach Hawai’i mit 10 Übernachtungen ausgaben. Die Kosten, für Trip Version 1.0, also die Route über Bergamo und Tallin nach Helsinki. Um solche Preise, zu realisieren, muss man allerdings manchmal schräge oder auch längere Routen in Kauf nehmen, gemäß dem Motto: Der Weg ist das Ziel.


Kostenübetsicht:

  • Flug von Berlin (SXF) nach Milano-Bergamo (BGY) RyanAir: 48,58€ (2 Ps)
  • Flug von BGY nach Weeze (NRN): 19,58€ (2 Ps)
  • Flug, RyanAir, Weeze -> Tallinn 73,98€ (2 Personen)
  • Übernachtung in Tallinn: 22.-€ (2Ps)
  • Fähre Tallinn -> Helsinki: 51.-€ (2 Personen)
  • Flüge Helsinki <-> München <-> LAX <-> Honolulu: 685,96€ (2 Personen, Hin- und Rückflug)
  • -Flug O’ahu <-> Big Island (Kona): 288.- $ (2 Personen, Hin- und Rückflug)
  • Übernachtung via Airbnb 488.-$ (10 Nächte)
  • Flug München -> Berlin (Transavia): 70.-€ (2 Ps)
  • Mietwagen: 369,64

Übernachtet haben wir via Airbnb, auch hier muss man bereit sein, auf ein Hotel zu verzichten. Das fällt uns nicht schwer, zumal man auf diesem Weg immer andere Sichtweisen auf das Land erhält. Die Idee ist cool und wir sind ja sowieso schon hin und wieder mit Servas gereist und haben bei Gastfamilien gewohnt. Diesmal hatten wohl etwas zu hohe Erwartungen. Das Wort Paradise erschien mehrfach in der Beschreibung auf der Airbnb-Seite. Also, es ist schon ein Paradies, wenn man die Vegetation betrachtet, man schläft bei weit geöffneten Genstern und draußen quaken ununterbrochen die Frösche und anderes Getier macht Lärm. Ein echtes Erlebnis. Unsere Unterkunft kam eher einem Bretterverschlag gleich. War aber abschließbar. Wenn jemand im Nachbarzimmer auf und ab ging, dann dachte man diese Person sei direkt an unserem Bett. O.k., Leichtbauweise, klimabedingt. Das Grundstück war off-grid, was ja in der heutigen Zeit kein Problem darstellt, es gibt Solaranlagen und Speichermöglichkeiten, leider war das Strommanagement ein Graus, keine energiesparende LED-Beleuchtung, um nur ein Beispiel zu nennen, so dass abends die Anlage abgestellt wurde, damit war auch das WLAN aus! Die Lösung der Beleuchtung, um z.B. abends auf’s Klo zu kommen, hieß Stirnlampe;-) Alles soweit erträglich, wenn auch überraschend, da davon in der Beschreibung nichts zu finden war. Schade allerdings, das Müll rumlag, das widerspricht der Bezeichnung Paradies! Da hat der Deutsche wohl eine andere Auffassung, aber es war wirklich kein schöner Anblick.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

By suwe

Seit 2012 gibt es dieses Blog, erst als Reiseblog, nun sind andere Themen dazugekommen. Alles, was ich hier publiziere entspricht einzig und allein meiner Meinung. Kommentare sind erwünscht. Diese erscheinen zeitverzögert, da sie durch den Admin (myself) genehmigt werden müssen. Gefiltert wird nur Spam! [suwe]

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