“Caravan of Love” BorderAngels (NGO), Tijuana, Mexico

In May ’19, Mike and I visited San Diego as a part of our roundtrip. Leaving Yuma, AZ and traveling westbound gave us the possibility to see the border wall, the terrible fence (fence does not have the right impact, I should use Wall) that separates Mexico from the US. Looking back to our past and our upbringing behind the Berlin Wall (in East-Berlin) we were really touched. I researched the internet to get more information. Of course, this topic was not unknown for me, I read some books before and got frequent infos via Twitter, what’s going on in the US. The Border Field State Park (LINK) has been a mandatory visit for us.

To cut a long story short: I found an NGO, the BorderAngels (LINK) and decided to enroll as a volunteer. The first step to work as a volunteer is to join the Caravan of Love. That means, twice a month, private cars cross the US-Mexican border and provide donations to refugee shelters. I joined the caravan on October 12th and I just would like to post Photos, with no comments. [Every participant signed a waiver that included the permission to publish Photos], I also publish pix from refugees, we were allowed to take them and I would like to use them to show the conditions in the shelters we visited (within the meaning of BorderAngels, because showing the condition will generate more needed help).


Im Mai diesen Jahres, waren Mike und ich in San Diego. LINK

Wir besuchten den Border Field State Park, nachdem wir zuvor die gesamte Stateline in Kalifornien abgefahren sind. An einigen Orten kommt man bis an die Border Wall heran, häufig aber nicht. Der Border Field State Park, mit dem Friendship Park hinterließ ein beklemmendes Gefühl. Ich recherchierte nach unserem Besuch und fand eine NGO namens “BorderAngels” https://www.borderangels.org

Diese NGO arbeitet mit Volunteers in allen Bereichen, der erste Schritt, um die Arbeit dieser Organisation besser kennenzulernen, ist die Teilnahme an der “Caravan of Love“. Diese findet 14-tägig statt. Spenden werden mit Privat-Autos in Flüchtlings-Unterkünfte nach Tijuana, Mexiko gebracht. Man lernt viel über die Situation, hört Berichte von Betroffenen, die eventuell aus den USA zwangsdeportiert wurden oder deren Familienangehörige betroffen sind. Trifft “Gestrandete”, Menschen, die es z.B. aus Guatemala bis nach Mexiko geschafft haben, hier aber nicht weiterkommen und ein Zurück ist, wegen der dortigen Situation keine Alternative. Ich habe mich für eine Teilnahme an der Caravan of Love am 12. Oktober angemeldet. Ich erhielt alle relevanten Informationen und eine Liste mit benötigten Spenden. Gerne haben Mike und ich entsprechende Waren besorgt. Problematisch ist manchmal die Teilnahme am Convoy ohne eigenes Auto. Jedes Privatauto, welches die Grenze passiert muss eine entsprechende auf Mexiko ausgeweitete, Versicherung haben. Das haben Mietautos normalerweise nicht. Dazu kommen immer Teilnehmer, die kein Auto zur Verfügung haben bzw. haben wollen (auch das gibt es in den USA, wie ich lernen durfte). Es kommt also darauf an, wieviele Fahrer noch Platz für Passagiere/ Beifahrer zur Vewrfügung stellen können. Am 12. Oktober lief es gut, alle konnten befördert werden und wir machten uns mit ca. 15 PKW, einem Pick-Up und einem Kleintransporter Richtung mexikanische Grenze auf den Weg.

Der Plan war, die Spenden auf drei verschiedene Shelter zu verteilen. Hierzu möchte ich einfach Fotos posten, mal mit Bildunterschrift, mal ohne aber ohne Kommentare.

Auf vielen der Fotos sind Teilnehmer der Caravan zu sehen, da wir alle gegenüber den BorderAngels die Erlaubnis der Fotoveröffentlichung gegeben haben, ist dies hier sicher ok. Gesichter von Refugees sind ebenfalls zu sehen, wir wurden aufgefordert Fotos zu machen, auch Gesichter waren erlaubt, bei Kindern wurde um vorige Erlaubnis gebeten, aber da es den BorderAngels sehr wichtig ist, dass wir unsere Erfahrungen weiterverbreiten, sind die Fotos bestimmt hilfreich, wenn sie veröffentlicht werden. Ich habe meine Bedenken noch einmal gegenüber eines Teilnehmers geäußert (ich habe auch Fotos, die er gemacht hat hier veröffentlich, er meinte, dass es wirklich gewollt ist diese Fotos öffentlich zu machen).


San Diego @BorderAngels’ office


Erste Station, ein Shelter am Fuße des Bugambilias, entsprechend krass war die Fahrt hierher. schmale Straße, Gefälle, überall Straßenhändler, echte Herausforderung für amerikanische Autofahrer mit Automatik-Wagen (Mike, der mit den Kids in San Diego geblieben war, hätte es sicher Spaß gemacht).


Erste Station in Tijuana/ First stop in Tijuana


Station Nummer 2/ Stop #2


Ein letzter Anlaufpunkt für diesen Tag/ Last stop for the caravan on Oct. 12th


Einige Stunden waren wir in Tijuana unterwegs. In jeder Einrichtung wurden wir über die Arbeit vor Ort informiert und hatten Kontakt zu den Bewohnern. Ich habe mit diesem Tag bei den BorderAngels etwas Einblick in deren Arbeit bekommen. Gerne möchten wir als Familie an der Caravan of Love teilnehmen, um auch den Kindern hier einen Blick in die Welt zu geben, die so dicht hinter der US-amerikanischen Grenze liegt. Außerdem möchte ich gerne beim “Desert water drop” (LINK ) teilnehmen, voraussichtlich nächstes Jahr.

Hier noch ein YouTube-Link, der zweiten Oktober-Caravan https://youtu.be/yUGwsE-OO2Q

Ich werde berichten…


Den Weg zurück zum Grenzübergang zu finden, stellte sich als kleine Herausforderung heraus. Irgendwie landeten wir auf einer Ermergency Lane, auf der Privat-PKWs gar nichts zu suchen hatten. Diese Lane war ausschließlich für Notfall-Fahrzeuge reserviert. Roger, der uns mit an Bord hatte meisterte die Situation mit der etwas grimmig aussehenden Beamtin, die uns rauswinkte und wir starteten unseren Weg erneut. Es fühlte sich an wie eine Art Labyrinth aber dann ganz plötzlich hatten wir die richtige Autoschlange gefunden und stellten uns ganz brav hinten an. Wer regelmäßig die Grenze wechselt, ist meistens im Besitz der Global Entry Card, diese öffnet an den US-Grenzen die Fast Lane. Wir warteten und es war schon dunkel. Draußen liefen unzählige Straßenhändler an den Autos vorbei…

Die Einreise nach Mexiko, war zwar mit Wartezeit verbunden, das hing aber mit den Hilfsgütern zusammen, die wir über die Grenze schafften. Reisepässe mussten wir nicht vorzeigen. Die Rücktour dagegen funktionierte natürlich nur mit sehr genauer Prüfung der Pässe. Nun erschien ein deutscher Pass inmitten von US-Amerikanern nicht ganz unauffällig. Was aber sofort alle möglichen aufkeimenden Zweifel erschlug, war Rogers geistesgegenwärtige Erklärung: “Church!”. Wir kennen uns daher und waren deswegen zusammen unterwegs. Oh ja, die lieben Kirchengänger, die scheinen sehr vertrauendwürdig zu sein. Ich als Total-Atheistin, fühlte mich hinter dieser Maske sehr wohl😉…

Ein langer Tag ging zu Ende…


Nachtrag 2021:

Leider hat nichts geklappt von den Plänen erneut nach San Diego zu kommen, hier tiefer einzutauchen, als Volunteer zu helfen. Zur Zeit ist das alles unmöglich. Trotzdem halte ich an der Idee fest, es doch noch eines Tages zu realisieren.

Mit Roger stehe ich weiterhin in engem eMail-Kontakt. Es hat sich eine tolle Freundschaft entwickelt, während der Pandemiezeit, war es unendlich spannend, Gedanken auszutauschen, sich Ideen mitzuteilen oder sich einfach nur Luft über unsinnig erscheinende politischen Entscheidungen zu machen. Es ist so interessant sich über all diese Dinge mit einer Person auszutauschen, die in einem anderen Land, einem anderen System lebt.



By suwe

Seit 2012 gibt es dieses Blog, erst als Reiseblog, nun sind andere Themen dazugekommen. Alles, was ich hier publiziere entspricht einzig und allein meiner Meinung. Kommentare sind erwünscht. Diese erscheinen zeitverzögert, da sie durch den Admin (myself) genehmigt werden müssen. Gefiltert wird nur Spam! [suwe]

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