High School Year, selbstorganisiert, Visum [Infos, die ich zusammen getragen habe]

30. Januar 2020

Eine echte Herausforderung scheint das Visum zu sein. Ich bin überrascht und war wohl etwas naiv in meiner ersten Vorstellung, wie man ein Visum für die USA erhalten kann. Ich begann meine Recherche auf der Seite der US-Botschaft: https://de.usembassy.gov

In meinem Bericht “Planung, erste Infos” habe ich über die ersten Schritte geschrieben, dort werde ich jetzt ansetzen und niederschreiben, was ich wie, wo, mit welchem Aufwand in Erfahrung bringen konnte… stay tuned😀:

Um ein Highschool Year in dren USA zu absolvieren, welches man selbst organisiert muss man sich als allererstes um eine sog. “SEVP approved school” (siehe hier “High School-Suche” ) kümmern. Nachdem diese gefunden wurde muss sie natürlich den potentiellen Schülerund akzeptieren. Die Schule wird dann ein Formular mit dem Namen Form I-20 ausgestellen. Mit diesem Formular darf man sich um ein F-1 Visum bei der Botschaft am Heimatort bewerben. Nach Entrichtung aller Gebühren, wird man seitens der Botschaft zum Interview in der US-Embassy geladen. Dieser Ablauf klingt nicht kompliziert, eher kompliziert, ist das Erlangen aller dieser Informationen. Welches Visum für welchen Fall, man wo und wie beantragen muss.

Zusammenfassung:

• Idee

• Schule suchen

• Bewerben

• eventuell Interview mit der Schule absolvieren, nachdem aller möglicher Papierkram eingereicht wurde

• Form I-20 wird von der Schule ausgestellt

• Botschaft im Heimatland

Anders sieht es bei Begleitpersonen aus. Wir als Familie wollen diesen Auslandsaufenthalt ohne Gastfamilie realisieren. Unsere Idee ist, dass ein Elternteil, respektive die Mutter mitreist, das hat verschiedene Vorteile, auf die ich später noch zurückkommen möchte.

[update 27.04.2020, da unsere gesamte Planung abgesagt ist, werde ich einige Beiträge wahrscheinlich erst später schreiben und veröffentlichen].

Variante 1:

Reisen und Aufenthalt mit der sog. ESTA https://de.usembassy.gov/de/visa/esta/ mit dieser Genehmigung könnte ich mich für maximal 90 Tage am Stück als Tourist in den USA aufhalten. Man könnte in die Anrainer-Staaten (Mexiko und Kanada aus- und wieder einreisen) die 90 Tage werdern aber nicht(!) verlängert, es gilt weiterhin das Einreisedatum meiner Erstankunft in den USA. Eine ESTA wird an Inhaber eines deutschen Passes eigentlich immer problemlos ausgestellt, zumindest hatten wir oder Bekannte/ Freunde nie Probleme. Die Aufenthaltsdauer von max. 90 Tagen bedingt also eine Ausreise meinerseits und zwar in keinen Anrainer-Staat, ich müsste zurück nach Deutschland und dann wieder einreisen, erst jetzt würden die o.g. 90 Tage erneut beginnen. Da die Entscheidung, ob ich erneut ins Land einreisen darf immer beim Customs and Border Patrol Agent (CBP) liegt, ist diese Herangehensweise nicht nur teuer (Flüge) und zeitaufwendig, nein, dazu noch sehr unsicher, falls ich abgewiesen werde. Variante 1 ist damit keine Option!

Quelle: www.auslandsjob.de

Ich möchte länger als 90 Tage in den USA bleiben, befinde mich in keinem Austauschprogramm, bin zu lange aus der Uni raus und auch noch zu alt, um mich für ein F-1 Visum zu bewerben. Das F-1 Visum ermöglicht Studenten an amerikanischen Unis zu studieren, gilt auch für ein High School Year oder gibt Uni-Absolventen die Möglichkeit eines Aufenthalts um Praktika oder ähnliches zu absolvieren…nichts was zu meinen Plänen passen würde. Sanja wird sich mit dem F-1 Visum in den Staaten aufhalten können, wie oben schon erwähnt.

Variante 2:

Es gibt das F-2 Visum, mit diesem können sich Angehörige der F-1 Visum-Inhaber in den Staaten aufhalten. Ich war froh, diese Info gefunden zu haben, wurde aber etwas später auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.

Folgende Regel: “Those who have the F1 visa are allowed to study in the U.S in various education levels, starting from elementary to graduate school. They are also allowed to work in certain situations, but primarily they go to the U.S to study. In case they have dependents, such as a spouse or unmarried children under 21 years old, they are allowed to bring them in the U.S too. This can be done with an F2 dependent visa.” Tja, nur Ehepartner und/ oder Kinder, keine Eltern! Damit fällt das F-2 für unser Modell raus.

Wenn ich meine Tochter in die USA begleiten möchte, und das möchte ich und muss ich bei unserer nicht üblichen Planung (gastfamilienfreier Aufenthalt), dann benötige ich ein anderes Visum…

Variante 3:

Weitere Recherchen brachten mich zum Visum der B-Kategorie. Es gibt das B-1, das B-2 und die Kombination B-1/B-2. Das sind die sog. Visitor Visa, hier die entsprechenden Erklärungen:

VisaFlyer_B1B2_March_2015

Mir war nun klar, dass ich mich um ein Visitor Visa der B-Kategorie bewerben muss. Was mir bis dato nicht klar ist, wie lange dies nun in den Staaten max. gelten kann. Auf der Seite der Botschaft wird hierzu nichts erwähnt. Es gibt hierzu unterschiedliche Auskünfte. Ich habe die Dauer von 180 Tagen gefunden, aber auch max. 12 Monate. Worüber sich aber alle Quellen einig sind ist, dass erst bei Einreise, an der Immigration festgelegt wird, wie lange der Visum-Inhaber wirklich im Land bleiben darf. Das ist vage und ich kann nur hoffen, dass unser Plan aufgeht…

Dies erst einmal zu den ersten Recherchen über Visa. Es wird weitere Berichte geben, über die Beantragung (Link) und das Interview (Link), ich versuche alles niederzuschreiben.

Noch ein Link zur Tabelle, die alle Visa-Varianten aufführt: https://de.usembassy.gov/de/visa/alle-visakategorien/


By suwe

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