Präsenzunterricht und Sportstunden

Unsere Tochter besucht weiter das Gymnasium 2 bis 3 Mal die Woche, im Wechselunterricht. Es wird weiter nach regulärem Stundenplan unterrichtet, so dass sie diese Woche, also die beiden erwähnten Tage genau 2 Stunden Mathe, als Prüfungsvorbereitung hatte und eine Stunde Englisch bei einer neuen Lehrerin, die die Klasse nicht kannte. Es war eine Prüfungsvorbereitungsstunde und besagte Vertretungslehrerin, hatte sich nicht oder konnte sich nicht mit der Vertretung aus der Woche davor absprechen. Was passiert? Die Lösungen der Beispiel-Prüfung aus der Vorwoche wurden nicht besprochen, es gab keine Spontanität, dass diese Aufgaben mit den voliegenden Lösungen nun durchgenommen werden, was vielleicht für einige der Schüler hilfreich in einer Prüfungsvorbereitungsstunde gewesen wäre.

Nach den Aussagen, die ich erhielt, waren diese 45 Minuten nicht wirklich sinnvoll. Schade ist ja nur die 10. Klasse und es geht nur um die Abschlussprüfung in der ersten Fremdsprache.


Dafür wurde meiner Tochter angekreidet, dass sie nicht zum Sportunterricht in Stunde 7 und 8 geblieben ist. Sanja ist das gesamte Schuljahr sportbefreit, so dass ich ihr sagte, es sei wirklich nicht sinnvoll, sich 2x 45 Minuten anzuschauen, wie eine halbe Schulklasse Weitsprung macht. Das war jetzt eine Ansage aus dem Elternbereich, womit unserer Lehrerin nicht einverstanden ist. Wir haben es natürlich nett kommuniziert.

Die Grundlage hat uns das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in die Hand gegeben. Hier wurde folgendes beschlossen:

Kein Schulsport! Erst recht keiner mit Sportbefreiung. Ich bin gespannt, wie es weitergeht…


Update: 24. Mai ’20

Tja, wie hat es sich entwickelt? Die konkrete Aussage, nach Nachfrage unsererseits, war, dass auf Grund einer eMail Sportunterricht durchgeführt wird. Keine weitere Information, nur die, dass eine Mail diese Tür geöffnet hätte.

Das möchte ich nicht wirklich als klare und gut verwertbare Angabe in einer Pandemie bewerten. Wir verhalten uns entsprechend von Verordnungen, verzichten, organisieren, ordnen uns unter und erhalten diese schwammige Aussage bei Nachfrage, warum nicht nach den geltenden Verordnungen gehandelt wird. Ein weiteres Nachfragen habe ich für mich ausgeschlossen, da es vergebene Liebesmüh gewesen wäre. Würde es eine Quelle geben, und nur nach dieser hätte ich fragen können, dann wäre diese bestimmt kommuniziert worden. [Bestimmte Erfahrungen ließen mich so entscheiden.]

Meine Tochter ist weiterhin nicht als Zuschauerin zum Sportunterricht gegangen und als Fehlstunden wurden diese “Versäumnisse” auch nicht gewertet. Das BMJS hat Eltern für bestimmte Situationen ein Entscheidungsrecht eingeräumt, darauf haben wir uns wohl bezogen, vermute ich da es keine Repressalien gab.


By suwe

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