November 2020 [48. KW], 23.11.-29.11.20

23. November ’20 (Montag)

[RKI, heute: 10.864, Montag, der 16.11.: 10.824]

Die letzten drei Tage (der KW 47) habe ich der Vollständigkeithalber nur die Fallzahlen, jeweils im Vergleich zur Vorwoche gepostet. Diese Zahlen sind ganz normal über die Webseite des RKI abrufbar, ich nehme sie in meine Berichte mit auf, um in anderen Zeiten, Monate oder Jahren in der Zukunft, nachvollziehen zu können, wie es war, wie sich die Entwicklung dieser Pandemie vollzog. Natürlich ist das nicht der einzige Aspekt, der betrachtet wird.

Seit einigen Tagen zeigt sich eine bestimmte Stabilität in den neugemeldeten Fällen, kein exponetieller Anstieg in den Grafiken mehr. Allerdings sind die Zahlen weiterhin viel zu hoch. So meldete das RKI für gestern, (So., 22.11.20) dass es in Deutschland nun 300.400 aktive Fälle gibt!
Wir realisieren immer nur die neuen Fälle, ich denke, dass die Anzahl der aktiven Fälle aber auch eine sehr wichtige Aussage ist…über 300.000 zur Zeit, wir sollten uns nicht so sicher fühlen, wie es viele zu sein scheinen…

(Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-22-de.pdf?__blob=publicationFile)

Bzw. hier als pdf: 2020-11-22-de

Soviel zu den Zahlen, nun zu dem Thema, dass mich, als Mutter zweier schulpflichtiger Kinder ziemlich beschäftigt.

Nachdem in unserem monatlichen Ortsblatt ein Artikel über unser Gymnasium erschien, beschäftigt mich eine Aussage der Schulleitung besonders:

Im “Neuenhagener Echo” vom November 2020 wird über den Vorbereitungsstand der Schule bei einem eventuellen zweiten Lockdown geschrieben. Tja, meiner Meinung nach kann es keine gute Vorbereitung sein, wenn kommuniziert wird, dass für die komplette Umstellung auf Distanz-Lernen noch “ein paar Tage” benötigt werden. Was ist denn in den letzten Monaten vorbereitend passiert? Warum befindet sich nicht alles in den Startlöchern? Wieso weitere Vorbereitungstage? Diese Schule nutzt, wie viele andere, die HPI SchulCloud. Über diese Plattform wurden während des ersten Lockdowns Aufgaben an die Schüler weitergeleitet. Von Home-Schooling kann keine Rede sein. Es war kein Unterricht, es hatte wirklich nicht viel mit Schule zu tun! Aufgaben wurden geliefert, Rückmeldungen passierten wenige, die Vokabel “Distanz-Lernen” ist die einzige Bezeichnung, die ich für diese Art der Lehrstoffbereitstellung in akzeptieren kann. Es war definitiv kein Unterricht, sondern Selbststudium der Schüler. Die Art der Bereitstellung beinhaltete neben gut formatierten und aufbereiteten Aufgaben auch Fotos in schlechter Qualität, welche mit einem Smartphone aufgenommen wurden, aus einem Winkel der absoluten Verzerrung, abfotografierte Buchseiten, geliefert im jpg-Format. Man kann froh sein, dass die Fotos nicht mit einem iOS-Gerät aufgenommen wurden, sonst wären diese vielleicht noch im apple-eignem HEIC-Format bereitgestellt worden.

So habe ich ein Dokument abgespeichert, ich musste es einfach in mein Datengrab schieben, welches bei dem Versuch es zu formatieren, fast alle Leerzeichen verloren hat (so kann es vom Lehrer nicht so verfasst worden sein)…dieses Dokument ist damit kaum lesbar…tja, dass ich darüber ärgerlich bin, ist bestimmt nachvollziehbar. Hier fehlen die Basics, um mit digitalen Medien zu arbeiten und das an einer “Digitalen Schule”. Wir haben einige Monate mit unseren Kindern dieses von unserer Schule als Home-Schooling betitelte Lernkonzept erlebt. Was mich auch nachdenklich stimmt, ist dass Dokumente nicht als grundsätzlich im pdf -Format bereitgestellt werden. Unsere Schule ist sehr stolz darauf, dass nur mit OpenSouce-Software im Informatikunterricht gearbeitet wird (Information aus der Fachkonferenz), bein dieser Software handelt es sich um OpenOffice oder LibreOffice, früher mal StarOffice…ich weiß nicht, wie der momentane Name lautet. Ich bin Fan von OpenSource und habe viele Jahre mit den entsprechenden Versionen gearbeitet. OpenSource wird aber nur für Anwendungssoftware genutzt. Das Standard-Betriebssystem ist Windows. Nun kann ich aber kein Verständnis dafür aufbringen, dass Dokumente im .odf-Format (OpenOffice) versandt werden. Zu Hause läuft diese OpenSource Variante häufig nicht auf den Rechnern und wer ein mobiles Device benutztn hat unter Android oder iOS defin itiv Probleme damit. Die Umwandluch in .doc oder .pages ist häufig eine heikle Angelegenheit, wenn es klappt, sind Schriftarten nicht identisch verfügbar, das zieht oft eine Formatierungänderung nach sich, etc..das brauche ich nicht weiter auszuführen, denke ich…. Ein standardisiertes Vorgehen, eben pdf Nutzung ist in meinen Augen ein absolutes Muss. Das häufigste Format, welches genutzt wird, ist .docx, auch das sehe ich nicht als Optimum, verschiedene Anwender müssen auch hier erst konvertieren.

Wir waren während des Distanz-Lernens (im März und folgende Monate) dauerhaft mit im Boot, da die Kids einfach auf Hilfe angewiesen waren. Und sei es nur, dass ich morgens, wenn ich um 5°° Uhr aufgestanden bin erst mal Aufgaben aus der Cloud gespeichert habe, da ab 7°° Uhr der am häufigsten sichtbare Bildschirm, einer war, der den Schülern mitteilte, dass auf die Cloud nicht zugegriffen werden kann.

Weder ein .odf-Format, noch ein .doxc-Format oder ein .prn(!)-Format ist geeignet, um über eine Online-Plattform bereitgestellt zu werden. Nicht nur einmal mussten meine Kinder die Aufgaben erst entsprechend umwandeln, um dann auf den Inhalt zugreifen zu können.

Letztens haben wir Eltern ein Dokument per eMail erhalten, im .odf-Formar. Das ist kein Problem für jemanden, der das entsprechende Plug-In installiert hat bzw., weiß, wie es zu installieren ist. Ich bin mir nicht sicher, ob alle Eltern (es war eine Eltern-Mail) es geöffnet haben…

Soviel zum Thema Digitalisierung, zumindest für jetzt…


24. November ’20 (Dienstag)

[RKI am heutigen Dienstag: 13,554 und letzte Woche 14.419 gemeldete Fälle]


25. November ’20 (Mittwoch)

[RKI: 18.633, letzte Woche: 17.561]


26. November ’20 (Donnerstag)

[RKI: 22.268, zum Vergleich, letzten Donnerstag wurden 22.609 neue Fälle gemeldet]

Für das Land Brandenburg wurde heute der Höchstwert von 629 Fällen für die vergangenen 24 Stunden bekanngegeben.


27. November ’20 (Freitag)

[Heute hat das RKI 22.806 Fälle gemeldet, letzten Freitag waren es 23.648]

Die Zahlen stabilisieren sich auf hohem Niveau…


28. November ’20 (Samstag)

[Heute meldet das RKI 21.695 gegenüber 22.964 vor einer Woche]


29. November ’20 (Sonntag)

[Letzte Gegenüberstellung diese Woche: lt. RKI 14.611 gemeldete Fälle, 15.741 am letzten Sonntag]


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By suwe

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