Es sind Sommerferien, was passiert wohl im Hintergrund?

Die Schulämter sind am Vorbereiten, um einen reibungslosen Schulstart im August ins neue Schuljahr zu ermöglichen. Es gibt Begehungen, um die Schulgebäude und Klassenzimmer technisch zu bewerten, hier geht es um Richtlinien wie vorhandene Waschgelegenheiten, Belüftbarkeit der Klassenräume und die mögliche Installation von Luftfiltern.

Die Hausmeister oder Facility-Manager der entsprechenden Einrichtungen sind 100%ig in den Prozess integriert, man diskutiert darüber ob statt mobiler Luftfilter-Anlagen vielleicht sogar fest installierte realisierbar wären. Das Bauamt wird kontaktiert, Gelder werden beantragt. Neue Betrachtungen der Situation werfen Fragen über die Wirksamkeit bzw. Beschaffenheit vorhandener Klimaanlagen auf. Ein Fachmann sollte diese bewerten, ob der Luftaustausch der dadurch gewährleistet wird auch den momentanen Anforderungen gerecht werden kann.

Nichts kann schief gehen, auf dieser Linie wird hart gearbeitet und vorbereitet. Firmen werden beauftragt, verschiedene Gewerke, werden angefragt, alles läuft gut an…

Alle werden gut den Schulstart vorbereitet sein. Einer eventuellen 4. Welle können wir entspannt engegensehen.

Zusätzlich zu den Maßnahmen, die die Schulen direkt verwirklichen können, nämlich das Angebot von regelmäßigen Selbst-Tests, kommt nun das Konzept, welches in den vergangenen freien Wochen erstellt und realisiert wurde. Glücklicherweise wurden die vielen Monate seit dem Beginn der Corona-Pandemie ja schon genutzt, um Ideen zu entwickeln.

Die Schulen haben Hygienekonzepte erarbeitet und nun können diese wirklich 100%ig verwirklicht werden, da ab dem neuen Schuljahr ausreichend Waschbecken zum regelmäßigen Händewaschen zu Verfügung stehen werden, ein Luftaustausch durch Fensteröffnen ist endlich überall realisierbar, da die Fenster wo nötig entsprechend angepasst wurden. Alle A/C haben ein Update mit HEPA-Filtern erhalten oder andere Modernisierungsmaßnahmen. Wir können entspannt in die Zukunft schauen, den alles was möglich ist, wurde vorbereitet, so dass die Schulen auch bei stark steigenden Zahlen geöffnet bleiben können. Das sind wir den Kindern einfach schuldig, nachdem die vergangenen 18 Monate so schlecht für viele liefen.

Außerdem haben wir ein Konzept, falls es doch zu Schließungen kommen sollte. Wir möchten ermöglichen, dass den Grundschülern weiter Präsenzunterricht angeboten werden kann. Es werden gerade Belegungspläne anderer z.B. Gemeideräume, Bibliotheken und Oberschulen erarbeitet. Die Oberschüler sollten dann in den Distanzunterricht gehen, die freiwerdenen Klassenräume werden ebenfalls von Grundschülern mit geringer Besetzung genutzt.

Das war mein Traum, wirklich ziemlich unrealistisch…


Das was ich sehe:

Schulämter scheinen sich im Dornröschenschlaf zu befinden. Gibt es Begehungen oder Planungen? Corona ist doch vorbei, hat es den Anschein. Die Inzidenzen sinken gerade und es wird überall geöffnet. Das Bewußtsein eines vorsichtigen Verhaltens schwindet immer mehr.

Mein Blick in die Zukunft:

Im August, mit dem Schulstart wird nur ein sehr geringer Prozentsatz der Schüler geimpft sein. Ob dann in Brandenburg z.B. Luftfilter vorhanden sein werden? Es wird weiterhin Gebäude geben, die rein baulichen nicht gut durchlüftet werden können. Was ist mit der Ausstattung oft zu geringer Anzahl von Waschbecken? Händewaschen in jeder Pause steht bestimmt bei einigen Schulen im Hygienekonzept. Das Papier, welches erstellt wurde, mit der Überschrift “Hygienekonzept” wird nach Außen einen sicheren Eindruck vermitteln. “Wir haben ja eins!” Und wer fragt nach der Realisierbarkeit?

Das Schuljahr wird starten, während die Inzidenzen steigen, es wird wieder die Karte “Home-Schooling” und “Wechselunterricht” gezogen werden und wir befinden uns genau da, wo wir im Frühjahr 2020 waren. Nach einer ersten Schockstarre und Fragen wie “Wie konnte das passieren?” und wir sind ja alle so überrascht wird die Lehrtätigkeit zurückfallen in schlecht präsentierte Aufgaben, Screenshots, die mit dem Smartphone bei eingeschaltetem Blitz vom Bildschirm abfotografiert werden, Aufgaben, die nach dem Upload unkommentiert bleiben. Dazu kommt, dass wir in Deutschland sind, nicht im Baltikum oder einem anderen Land, welches die Thematik Digitalisierung umsetzen kann. Es wir weiterhin Einrichtungen geben, die mit DSL-Bandbreiten arbeiten, die im unteren Bereich liegen. Bandbreiten, die es laut Anbieter gar nicht zu akufen gibt, rein fiktiv z.B. eine 6000er-Leitung. So etwas ist möglich. Und wenn ich den südöstlichen Berliner entlangfahre, dann sehe ich die Realisierung einer vernünftigen Internetverbindung, auf einer Baustelle. Gut, diese wird privatwirtschaftlich finanziert, aber warum sind unsere Kinder das nicht Wert? In Grünheide, auf der Baustelle der Tesla GigaFactory steht ein mobiler Internet-Mast von Vodafone. Der ist bestimmt nicht umsonst, aber es werden Millionen ausgegeben für einen Digitalpakt, der Schulen mit Hardware ausstattet. Was ist mit der Basis? Dem Internet? Ich denke auf einem iPad herumzuklicken, das beherrschen die Kids besser als die Lehrer, mit einem solchen Endgerät aber wirklich sinnvoll zu arbeiten, dazu braucht es nicht nur die Hardware, es fehlen Anbindungen, Enthusiasmus, Skills… Ein Beginn könnte doch die Versorgung mit einem Internetanschluss sein. So wäre es auch möglich aus der Schule heraus Unterrichtsstoff bereitzustellen, als Stream.

Warten wir ab…schauen wir, was 09. August zum Schulstart passiert.


Diesen Suchbegriff musste ich einfach testen…

By suwe

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