Paraíso, Panama, Centennial Bridge, Lektionen und mehr (Tag 6)

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Centennial Bridge, fotografiert von oben beschriebenen Autobahnkreuz.

Kennt ihr das? Wenn man zum Schluss selbst sagt: “Darauf hätte man auch selbst kommen können?“ Aber von vorne. Von unserem Zimmer aus kann man die Centennial Bridge Panama Kanal sehen. Also was lag näher, als nach der Mittagshitze einfach mal einen Besuch dahin zu planen? Google verriet uns eine Entfernung von 2,5km. Also stand der Plan. Wir machen uns zu Fuß auf zur Brücke und das ohne Bus. Das Internet nahm uns schon im Vorfeld die Hoffnung auf tolle Bilder, da die Brücke wohl nur befahrbar ist, aber was soll`s, wir schauen mal. Also zu Fuß runter zur Hauptstraße. Parallel zu dieser verläuft laut Google Maps ein Weg, welcher uns begehbar schien. Dass das nichts wird, teilte uns ein wachestehender Mitarbeiter der Kanalbehörde umgehend auf Anfrage mit. Also Hauptstraße…Die Grasnarbe am Straßenrand schien uns begehbar, aber selten genutzt.

Offensichtlich fallen wir, mal wieder, aus der Rolle. Nach 2km unebener Randstreifen erreichten wir eine Art Autobahnkreuz und standen ratlos da. Da rüber? Oder lieber zurück? wir entschieden uns für rüber und richtig, so schön ist die Aussicht nicht. Wir standen iwi auf dem Autobahnkreuz und fühlten uns fehl am Platze.

Also wieder weg hier. Nach einigen erfolglosen Versuchen, auf eine Anhöhe im Wald zu kommen, um einen besseren Blick auf die Brücke zu bekommen, gaben wir auf und änderten unseren Plan.

Centennial Bridge, fotografiert von oben beschriebenen Autobahnkreuz.

Dann eben zum Kanal, so! Abseits der Hauptstraße gab es kleine Treppen, welche uns nach und nach durch süße Wohngebiete, zum Kanal führten.

Telefonzelle, alter Hund und dahinter rechts rum, das war unser Weg runter zum Kanal.

Am Ende unseres Weges kamen wir an einem gefühlt vor Jahren stillgelegten Servicebereiches des Kanals an. Ein alter Hund, ein paar müde Katzen und wir, sonst nichts. Wir liefen durch ein Gebäude. Während ich mir schon unsicher war, ob wir weitergehen sollten, winkten uns ein paar Panamaer zu und gaben uns zu verstehen, daß wir weitergehen sollten. Also liefen wir eine Treppe herunter und standen nach Überwindung von ein paar lächerlichen Absperrungen direkt am Kanal. Kaum was los, aber ein phantastischer Anblick! Während Susi ein paar Meter Richtung Brücke lief, setzte ich mich an das Ufer. Ein paar Sekunden später war plötzlich Bewegung auf dem Wasser. Von beiden Ufern setzten sich Patroullienboote der Polizei in Bewegung. Spannend! Ich schau zu meiner lieben Frau und sehe, dass ein weißer Jeep der Kanalbehörde ihr entgegenkommt, bei ihr anhält und der Fahrer sie in ein Gespräch verwickelt. Mein Blick wandert wieder Richtung Wasser und mir wird klar, warum die beiden Boote ausgerückt sind….wegen mir!!! Die beiden Polizeifahrzeuge halten direkt auf uns zu. Verdammt!

Da stehe ich, das war den Behörden wohl zu nahe…
Panama Kanal Blick auf Einlass-Bauwerk
Wir waren wirklich dranne am Kanal…
Eins der Polizeiboote, die plötzlich auftauchten.
Der Mitarbeiter der Panama Kanal Behörde, er geleitete uns in seinem Auto bis hierher.

SuWe: Wenn man ganz genau hinschaut, zwischen LKW und weißem Auto der Canal Authority, da ist die Absperrung, von der MiWe schrieb. Also in den Boden gerammt Eisenstangen, mit rum baumelndem Kettengedöns. Als Absperrung meiner Meinung nach nicht 100%ig identifizierbar🤷🏻‍♀️

Ende der Geschichte, wir wurden der Anlage verwiesen, machten uns auf dem Weg zum Bus und wurden OHNE FACESHIELD (siehe Beitrag vom 15.Februar) mitgenommen. Der Busfahrer lies uns auch direkt am Hoteleingang aussteigen, so, als wollte er sagen: “geht mal schnell wieder dahin, wo ihr hingehört!“

Ich fasse meine Erkenntnisse bis hierher gerne zusammen, also…..

1.) Panamaer sind unfassbar freundlich

2.) Panamaer brauchen keine Hinweisschilder für irgendwas.

3.) In Panama kommt man mit englisch überraschenderweise nicht so gut durch..

4.) Die Kanalpolizei findet es nicht witzig, wenn Mike Beine baumelnd am Einlaufbauwerk der 20.000km-Abkürzung des nahezu gesamten Welthandels sitzt und irgendwie da hingekommen ist…aber darauf hätte man wohl selber kommen können…. 🙂



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