Panajachel -> San Pedro (Tag 15)

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Gestern sind wir von Panajachel am Lake Atitlan nach San Pedro, auf der anderen Seite des Sees gefahren. Sehr schöne Landschaft gesehen und von den geplanten 3 Stunden oder so, die wir unterwegs sein wollten, war zum Schluss nicht mehr die Rede. Auch dieser Bericht kommt noch. MiWe wird hier einiges über Fahrweisen, Straßenverhätnissen und anderen Eindrücken schreiben. Ich bin noch dabei die Fotos zu sortieren und bei dem leider nicht so stabilem Internet online zu stellen. [SuWe]


Nun erst mal mein Bericht: Wie geschrieben, unsere Planung war es, den Weg in drei Stunden+ zu schaffen. Eventuell etwas länger aber nicht übertrieben viel. Die Realität sah so aus: wir benötigten 8(!) Stunden. Wie schon geschrieben, die Straßen sind nicht im allerbesten Zustand. Hierzu wird MiWe noch mehr schreiben, in seinem Beitrag…

Heute früh, sind wir entspannt losgefahren. Panajachel liegt östlich am Lago del Atitlan, San Pedro westlich. Es gibt 2 Routen, die Nördliche und die Südliche. Der südliche Weg dauert lt. GoogleMaps eine knappe halbe Stunde länger. Für diese Strecke entschieden wir uns. Alles ging soweit gut, wir nahmen uns Zeit, waren unterwegs einen Kaffee trinken und sind kurz über einen Markt geschlendert, die Zeit drängte ja gar nicht so sehr.

Das Autofahren ist weiterhin eine Herausforderung und wir haben nicht nur einmal gehört, wie der Unterboden den Tumulos entlangschrammte (“Tumulos”, siehe Berichte zuvor).

Sieht doch harmlos aus, ist nur etwas länger, die Strecke (hier blau) die wir gewählt haben…
Diesmal mit Ankündigung. So Richtig hinterhältig sind die Unangekündigten! Entweder Vollbremsung oder abgerissene Ölwanne/ Achsbruch/ etc
Mit Tuc-Tuc! Die fahren hier zu Hauf rum, sogar zwischen den Ortschaften.
Nach dem Marktbesuch

Wirklich beeindruckend die Gegend.


Wir fuhren mit kleinen Pausen um den See herum, das ging gut, bis 18 wir Kilometer vor San Pedro ankamen. Wir wähnten uns dem Ziel sehr nahe. Die holprige Straße änderte ihren Untergrund. Asphaltiert, keine Tumulo, einfach nur gutes Fahren, eben glatt, ohne Beulen nach unten (Schlaglöchern) oder Beulen nach oben (Tumulos)… Wir entspannten, denn es waren unter zwanzig Kilometer und diese schienen uns, dass wir sie ganz easy bewältigen würden.

Es kam natürlich anders. Der Straßenbelag änderte sich überraschend von “wirklich gut” in “oh, das geht ja gar nicht”. Von Asphalt ging die Straße ohne Vorwarnung in eine feldwegähnliche Buckelpiste über. Es war aber wenigstens ein breiter Feldweg und den würden wir schon irgendwie bewältigen. Wie bemerkt, in den Maps (und ich habe es mit AppleMaps und mit Waze überprüft) ist das hier die südliche Route, also ein empfohlener Weg ohne Einschränkungen (nur mit 4-Wheel-Drive befahrbar/ “wir empfehlen die andere Route”/ oder “hier kommste niemals durch”). Also, die Straße änderte sich zu schwer befahrbar. An uns zog ein Bus vorbei. Ich erwähnte schon die ausrangierten US-Schulbusse, die hier als Überlandbusse unterwegs sind. Wenn der mit dieser Geschwindigkeit unterwegs sein kann, dann ist das eine offizielle Straße, war unser Überlegung. Keine drei Minuten später änderte sich die Oberflächenbeschaffenheit erneut, und zwar in kein Oberfläche! Alles, was eine Straße befahrbar macht, also eine gewisse Festigkeit und damit Grip erlaubt war weg! ZUCKERSAND! Am Straßenrand standen zwei Polizisten auf Motorrädern. Diese winkten uns zu, das wir weiter fahren sollten. Damit suggerierten sie, dass es vielleicht gleich besser werden würde. Sie gaben weiter Zeichen und fuhren vor. Eskortiert von dr Guatemaltekischen Polizei auf Motorrädern wagten wir es. Hinter uns tauchte einer dieser hochbeinigen Pick-Ups auf. Wir fuhren alle weiter, der Sand wurde tiefer und unser PKW zeigte sofort, dass er das ungeeignetste Auto war, mit welchem man die südlicje Route um den Lage del Atitlan fahren sollte. Der Pick-Up überholte uns, da wir am Straßenrand gestoppt hatten, nachdem wir uns kurz festgefahren hatten. Dieser Geländewagen wühlte sich regelrecht durch diesen überdimensionalen Buddelkasten hindurch. Er verschwand. Die Polizisten winkten uns erneut zu, dass wir nun kommen sollten. MiWe startete auch noch einen kurzen Anlauf, mit dem Resultat: Niemals werden wir hier durchkommen. Der zuvor erwähnte Schulbus hatte hier keine Probleme, die Teile sind reifen- und achsmäßig einfach optimal bestückt. Wir zögerten noch etwas, da wir so überhaupt keine Lust hatten uns den ganzen Weg zurück, bergauf und bergab mit einer Durchscnittsgeschwindigkeit von 30 km/h durchs Gebirge zu schlängeln. Als wir noch die Pros und Cons abwogen, sahen wir folgendes:


Damit war unsere Entscheidung klar, kein weiterer Versuch, nichts wie weg hier!

Es dämmerte schon, als wir San Pedro la Laguna erreichten, ohne Achsbruch und mit kompletter Ölwanne.

Durchs Gebirge meandern!
Wer an Reisekrankheit leidet, sollte sich das nicht antun.

By SuWe

Seit 2012 gibt es dieses Blog, erst als Reiseblog, nun sind andere Themen dazugekommen. Alles, was ich hier publiziere entspricht einzig und allein meiner Meinung. Kommentare sind erwünscht. Diese erscheinen zeitverzögert, da sie durch den Admin (myself) genehmigt werden müssen. Gefiltert wird nur Spam! [suwe]

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