Cancún (Tag 33 bis Tag 37)

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Unsere Nacht in der Kapsel (siehe hier: LINK) haben wir gut überstanden. Es wäre vielleicht nicht unbedingt unsere erste Wahl, wenn es um mehr als ein oder zwei Nächte gehen würde, aber es ist ‘ne ziemlich coole Variante.

Was tut man so in Cancún? Was junge Menschen hier tun und warum sie herkommen ist klar. Wir sind hier, weil es sich einfach so ergeben hat auf unserem Trip. Wenn ausreichend Zeit zur Verfügung steht und die Reise nicht unbedingt komplett durchgeplant ist, dann ploppen auch mal solche Ziele auf. Alleine der Herflug mit der SAAB (und SAAB hat nicht nur Autos gebaut) LINK, der war es schon Wert. Nun sind wir hier und folgen einfach mal den Tipps, die man so liest. Da gibt es den “Mercado 28”, in fast jedem Reiseblog lese ich darüber, also machen wir uns dahin. Erwartet habe ich natürlich sehr viel einheimische Souvenirs, das wurde auch so geschrieben, aber trotzdem hoffte ich ein ganz klein wenig auf sowas wie der Chatuchak Market in Bangkok. So ein bisschen mehr unterschiedliche Dinge. Nee, nichts. Man hat die Möglichkeit mit einer Tequila Alkoholvergiftung wieder rauszukommen. Ansonsten wollte ich definitiv nirgends auch hoch ein Auge riskieren, denn die Aufdringlichkeit der Verkäufer verhinderte das. Wer es mag, der sollte dahin, wer kein Fan von Märkten ist, verpasst überhaupt nichts. Wie erwähnt bunte Souvenirs, hier vielleicht auch handwerklich gute Sachen, aber die Stimmung vor Ort verhindert ein genaues Hingucken und dann Massen von bunt bedruckten T-Shirts.

Was tut man sonst hier? Erst mal, wer nicht auf dem Hotel-Strip wohnt lernt kennen, wie schlecht teilweise das Netz der Busse ausgebaut ist. Wir haben eine Unterkunft und um zur dichtesten Bushaltestelle zu gelangen müssen wir 2,5 Kilometer laufen. Das ist gar nicht schlimm, nur wenn es für den Fußgänger keine Möglichkeit gibt ohne sein Leben zu riskieren, dann ist das echt ein schlechtes Zeichen. Wir griffen auf Uber zurück, wann immer möglich, aber auch die sind manchmal nicht verfügbar. Den Weg zur Bushaltestelle überlebten wir 2x, entgegen der Fahrtrichtung am Rand der Fahrbahn gehend. Immerhin wurden wir nicht angehupt, es wurde akzeptiert. Taxifahren ist keine Alternative, nach dem was hier läuft (ich schrieb darüber LINK). Das Uber bittet, nicht hinten im Auto zu sitzen, sondern den Beifahrerpaltz zu besetzen, nur um den Anschein zugeben, dass dies ein Transport unter Bekannten sei und kein Gewerblicher, das zeigt so viel. Hier scheint fast Krieg zu sein und die Taxifahrer ziehen die Gäste dermaßen unverschämt ab.

Wenn man denn eine Bushaltestelle erreicht hat, ist man sozusagen im System. Man kann fahren, umsteigen und das alles für einen kleinen Taler. Sollte man unbedingt ausprobieren, auch die Colectivos (umgebaute Kleinbusse) sind eine Erfahrung.

So kommt man herum, wir sind zum Hotelstrip, dieser vorgelagerte kilometerlange Inselstreifen, wegen der Strände. Hier gibt es einige öffentliche Badestände. Sehr schön! Wir waren z.B. am Playa Marlín. Ich habe noch nie so intensiv-türkisfarbenes Wasser gesehen. Frühes Kommen ermöglicht erstens einen guten Platz zu bekommen und minimiert die Gefahr in der Mittagsglut langsam zu zerkochen. Das war unser Plan, so haben wir es realisiert. Sehr schöner Strand, nette (einheimische) Menschen um uns rum.

Das war Punkt eins, was man hier machen kann. Der andere Punkt ist Feten. Für zwei Tage haben wir uns einen Mietwagen gegönnt, ich schreibe noch was unsere Intention war, mit diesem ist es natürlich ganz easy zum Strand zu kommen, ohne erst den lebensgefährlichen Marsch zur Bushaltestelle zu absolvieren. Abends sind wir den Hotel-Strip entlang, ich wollte nicht glauben, was hier im Party-Areal (nördlicher Bereich des Strips) abgeht. Menschenmassen, dichtgedrängt, Corona gibt es nicht, Krawall-Musik…unglaublich. Alleine diese Menge an partywütigen Menschen.

Zusammenfassend: Cancún bietet einige Möglichkeiten als Luftdrehkreuz, hier fliegt alles Mögliche, sogar eine SAAB. Ein paar Tage hier sind auch eine Erfahrung. Die Strände sind wirklich der Knaller. Wir waren am Playa Marlín und Playa Delfines. Der zweite ist noch mehr einheimisch, hier werden auch nicht sofort Liegestühle mit Sonnenschirmen vertickt, stattdessen stehen feste Schirme herum. Der Sonnenaufgang ist am Playa de los Perros (Hundestrand) wirklich schön. Am Playa Delfines den Sonnenuntergang zu genießen, auch wenn’s die falsche Himmelsrichtung ist, ist auch eine Empfehlung.

Playa de los Perros (auch ohne Hund kannste da auftauchen)
Gleicher Strand, Parkplatz befindet sich direkt davor.
Sonnenaufgang

PlusCode, Playa Delfines, auch hier gibt es Parkplätze.

Aufgenommen am Playa Marlín, die Farbe ist nicht nur hier so intensiv. Am Playa Marlín gibt es keine Möglichkeit sein Auto problemlos zu verstecken. ->Busanreise

Abends im hotelzimmer…kein Messer verfügbar, nur das Plaste-Ding (wenn man mit Handgepäck reist, passiert sowas)
Erfolg!

By SuWe

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