Ankunft in Cancún, Mexiko (Tag 32) und eine besondere Übernachtung

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Wir erreichten Cancún und erlebten hier eine dermaßen schnelle Immigration, das wir es gar nicht glauben wollten. Nachdem ich gelesen hatte, das man wirklich acht geben muss, ob eventuell ein Datum im Einreisestempel vermerkt wird, welches den Aufenthalt begrenzt und man deshalb echt Schwierigkeiten bekommen kann oder dass man an Hand von Buchungen nachweisen muss, wann genau man gedenkt wieder auszureisen, erlebten wir nichts dergleichen. Eine nette Dame, die es wohl eilig hatte in den Feierabend zu kommen fertigte uns sehr schnell ab und schon waren wir in der Arrivals Hall. Wir machten den Fehler und verließen besagte Halle nach links. Das sollte man tunlichst unterlassen, einfach geradeaus weitergehen, dann erreicht man wohl die Busse, die nach Downtown fahren. Wir dagegen standen plötzlich zwischen Taxis und sofort wurden wir als potentielle Kunden wahrgenommen. Von allen Seiten “Taxi!”, “Taxi!”, “TAXI!”…das war echt nervig. Klar können wir uns mal ein Taxi gönnen, aber hier bestimmt nicht! Es wurden Phantasiepreise aufgerufen, der höchste lag bei 66.- US$! für ca. 10 Kilometer. Wir wurden einfach nicht in Ruhe gelassen und gingen stoisch weiter. Überall materialisierten sich Taxifahrer oder entsprechende Personen, die potentielle Kunden ködern sollen. Zu guter Letzt liefen wir Richtung “Hilton”, dessen Leuchtschrift weithin sichtbar war. Wir hatten keine SIM-Karten für Mexiko, diese wollten wir uns morgen besorgen. Offline reisen ist echt eine Herausforderung. Am Hilton angekommen, begrüßte uns eine gestrandete Urlaubergruppe aus Deutschland und bestätigte uns die Unverschämtheit der ansässigen Taxiinnung. An der Rezeption wurde mein iPhone ins Wi-Fi gelassen, so dass wir kurz recherchieren konnten. Meine Frage, was mit Uber am Airport sei wurde negativ beantwortet und meine Bitte, dass die Rezeption mir ein Taxi rufen könnte, mit der Idee, dass dieses dann mit Taxameter fahren würde, wurde abgelehnt, dass sie das nicht machen dürften. Hier läuft irgendwas ganz doll schief!

Wir unterhielten uns noch ein paar Minuten mit der Urlaubergruppe, als ein Transfer-Shuttle von SIXT neben uns auftauchte. Wir witterten unsere Chance, denn wir hatten herausgearbeitet, dass wir zu Fuß hier sehr schlecht wegkamen. Ob er uns mitnehmen würde, nur raus hier. Erfreut war der Herr nicht, sagte aber zu, wir wollten nur etwas weiter weg und er verdiente sich damit 5.-$. Ruck-Zuck saßen wir in seinem Shuttle und waren wenige Minuten später bei SIXT. Hier wurde ein anderer Kollege eingespannt, uns zu unserer Unterkunft zu bringen.

Die Sache mit den Bussen funktioniert direkt vom Airport, wenn man’s nicht vergeigt, wie wir, dann aber wenn man etwas entfernt vom Airport ist, dann findet man keinen Bus mehr. Ein bisschen mysteriös und wir konnten nicht herausarbeiten wiso wir keine Busse mehr sahen. Irgendwie verschwinden die und tauchen in Downtown erst wieder auf…wir wissen es nicht. Der oben erwähnte SIXT-Mitarbeiter brachte uns in seinem Privat-Auto, welches eigentlich nicht mehr hätte fahrtüchtig sein können, aber uns doch beförderte, zu unserer Unterkunft. Unser Fahrer hat 20.-$ bekommen, das ist echt gut und dieses Geld ist so besser ausgegeben, als die Summe mit drei zu multiplizieren und sie den frechen Taxifahrern in den Rachen zu werfen.
Das Willkommen hier in Cancún war erst mal richtig doof! Das Verhalten der Taxifahrer hat bei uns erreicht, dass wir hier grundsätzlich auf kein Taxi zurückgreifen werden. Für uns kommt nur Uber oder Bus (wenn denn mal einer zu finden ist) in Frage. Apropos Uber, die haben hier kein Verbot am Flughafen Gäste aufzunehmen, nein, durch Drohungen wurden sie vertrieben. Ebenso gibt es ungeschriebene Regeln, wenn ich ein Uber rufe, da bitte niemals in der Nähe von Stellen, wo vermehrt Taxis auf Kundschaft warten. Sollte ich dies unwissentlich tun, dann wird dieses Uber die Anfrage stornieren. Das klingt nach Straßenkampf, was hier läuft. Desweiteren gilt die Bitte, dass immer einer der Fahrgäste auf dem Beifahrersitz Platz nimmt, das sieht dann eher wir ein Transport von Bekannte, etc. aus, als nach einem gewerblichen Transport.

Unsere erste Übernachtung hier in Cancún hat MiWe in der “Yellow Capsule Experience” gebucht. Ein Kapsel-Hotel. Man hat eine ganz normale Rezeption und auch einen Gemeinschaftsbereich, dann kommt man in einen Bereich der eher an Fitness-Center-Umkleide-Bereich erinnert. Hier sind relativ große abschließbare Schränke und der ganze Sanitärkram. Das Gepäck gehört in die Schränke und hinter dar nächsten Tür befindet sich der Schlafbereich, als Quiet-zone und entsprechend abgedunkelt. Bitte nur in Socken betreten;)

Ins Dunkle fotografiert, ohne Zusatzlicht (blau macht glücklich?)
Anders kann das interstellare Reisen in der Zukunft auch nicht aussehen…
Das Display zeigt an, ob’s belegt …
Von innen

Man kann ganz gut hier schlafen, jegliche klaustrophobische Anfälle blieben aus. Etwas hellhörig ist die Sache. Was mich ganz persönlich mehrmals aus dem Schlaf riss, waren die digitalen Piepgeräusche, wann immer eine Kapsel geöffnet oder geschlossen wurde. Klang wie der erste Ton, eines Weckgeräusches und ich war wach. Eine Erfahrung ist es allemal!

Eine Terrasse und Kaffee, soviel man will gibt es auch.

Also, wer nach Cancún fährt und kein Hotel auf diesem Hotel-Strip gebucht hat, die “Yellow Capsule” sollte man probieren….


By SuWe

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