Kontroll-Untersuchung (1)


Gut sechs Wochen nach der OP hatte ich den ersten Kontroll-Termin in der Charité. Ich bin mit dem ÖPNV gefahren, einfach, weil die Parkplatzsituation in Berlin-Mitte einfach super schlecht ist. Außerdem bin ich der Meinung, dass Autos in der Innenstadt nicht zu suchen haben, nur im Notfall. Ich bin mit den Krücken in die U-Bahn, da ich in Hönow einstieg, war der Zug leer und ein Sitzplatz gar kein Problem. Etwas problematisch erwis sich nur die Busfahrt. Normalerweise laufe ich diese zwei Stopps, aber das habe ich mir diesmal gespart. Der 147er fuhr vor, ein neuer schicker Bus, einer dieser kürzeren Varianten. Drinne, keine Chance für mich mich auf einen Sitz zu klemmen, um in der kommenden Kurve nicht durch den Innenraum geschleudert zu werden. Da war eine Stufe, die ich hätte erklimmen müssen und der Fahrer wartete auch nicht. Er gab Gas, ich wollte keine akrobatische Stufenerklimmung bei voller Fahrt wagen, so sicher war ich mit den UA-Stützen denn doch nicht. Ich flog fast durch den Bus, als abrupt an der Ampel gebremst wurde und klammerte mich an der Haltestange fest, als der Bus sich gefühlt mit Vollgas in die Rechtskurve legte. Warum ich darüber schreibe, vielleicht sollte man Busfahrten gut abwägen, wenn man sich nicht so ganz sicher mit den UA-Gehstützen und der Teilbelastung fühlt. Ich kam heile an und checkte in der Charité ein.


Hüftsprechstunde:

Das Röntgen zeigte, dass alles o.k. ist. Die Kirschner-Drähte waren da wo sie hingehörten. Das beruhigte mich. Das Bewegungsausmaß war mit ca. 90° Flex. auch akzeptabel. Die nächste Belastungsstufe, halbes Körpergewicht (also bei mir ungefähr 35 kg) wurde freigegeben.

Thema Schmerzsymptomatik:

Ich spüre im Bereich des linken Beckenkamms einen wirklich unangenehmen Berührungsschmerz. Wie ich schon zuvor schrieb, kann ich zur Zeit keine Hose ertragen, deren Bund dort liegt und Druck ausübt. Seitlage ist gar nicht möglich. Im Auto stört der Gurt massiv. Hier unterlagere ich entsprechend mit kleinen Decken/ Handtücher, damit der Druck sich anders verteilt. Diese Symptomatik sprach ich natürlich an. Ich erfuhr, dass manche Patienten damit zu tun haben. Es tritt nicht immer auf. Hier kann nur weiter beobachtet werden.