Tallinn, unser erster Besuch in der Hauptstadt Estlands

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Wir sind für ein verlängertes Wochenende in Tallinn, Estlands Hauptstadt! Freitagabend kamen wir an. Der Transfer vom Flughafen in die City ist denkbar einfach. Wir nahmen die Tram Nr. 4 und als wir noch darüber nachdachten, woher wir Ticket bekommen sollten, realisierten wir die Kartenleser, an welche wir nur die Kreditkarte halten mussten. Wieder etwas, wovon wir in Berlin träumen. Der Fahrpreis von €1,50 wird direkt gebucht. Ein Tipp, wer bei der N26 ist, sollte vorher “Auslandszahlungen” in seiner App aktivieren. Hatte ich vergessen und nahm damit alle, aber auch wirklich alle Kartenleser in der Tram ausser Betrieb, sie fuhren einfach runter, brauchten dann fünf Minuten, um wieder zu booten, mehr passierte nicht.

Im Hotel angekommen checkten wir ein und hatten eigentlich nur noch Gelegenheit etwas Essbares aus dem kleinen Supermarkt gegenüber zu organisieren.

Heute: Samstag, dieser Tag gehört Tallinn. Um ehrlich zu sein, wir wissen nicht wirklich viel über die Geschichte Estlands und sind erstaunt, als wir unsere Recherche beginnen. Ja, unsere Schulbildung in der ehemaligen DDR hat uns nicht wirklich aufgeklärt. Natürlich war es nicht Thema, dass die Staaten des Baltikums von der damaligen Sowjetunion annektiert wurden. Hier haben wir rein bildungstechnisch noch einiges nachzuarbeiten, was mit der Russifizierungspolitik angerichtet wurde.

Zu sehen ist gerade jetzt, dass z.B. vor dem Russischen Konsulat Transparente, Poster etc. aufgehängt wurden. Direkt davor, das würde ich mir in Berlin auch wünschen (gut, wir haben wenigstens gegenüber auf der anderen Straßenseite entsprechende Tafel, die auf die Gräueltaten der Russen in der Ukraine hinweisen). Die estnische Bevölkerung scheint ziemlich sensibilisiert zu sein.

 

Wir gönnten uns ein spätes Frühstück, oder frühes Mittagessen im “Kompressor”. Pancakes, echt cool, sollte man auf jeden Fall hin, gibt es auch mit herzhafter Füllung. Pluscode: CPPV+X7, Tallinn, Harju County, Estonia

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Ansonsten etwas durch die Stadt gelaufen, am Hafen gewesen und einfach nur die Stadt auf uns wirken lassen.

Tallinn: ich habe gelesen, ist die Start-Up Metropole schlechthin. Was fiel mir auf? Erst mal haste überall mobiles Internet, das fällt einer Person aus Deutschlands Hauptstadt echt auf! Dann: modern. Moderne Architektur trifft auf Altes, und es wirkt nicht abstoßend. Sauber! Krass wie sauber es hier ist, da liegt nichts rum, keine Schmuddelecken. Und was war da noch? Kleine autonome Roboter, die Essen liefern. Die Dinger fahren hier rum, reagieren auf Hindernisse genauso, wie auf rote Ampeln.
Auch DHL hat hier ein Pilot-Projekt mit autonomen Zustellfahrzeugen in Kleinstform zu laufen. Ich stelle mir den Aufschrei einer gewissen Boomer-Generation bei uns vor, wenn solche Innovationen hier aktiv getestet werden würden (oder täusche ich mich da.)
->>>>pics Roboter und dhl

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By SuWe

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